Comenius-Arbeitstreffen in Luxemburg

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Das erste Arbeitstreffen in Deutschland ist noch nicht lange her. Für den Fortgang des Projektes ist es jedoch wichtig, auch die Partnerschulen zu besuchen. Es gab wieder viel zu besprechen am 13. und 14. November 2002 im Luxemburgischen Erpeldange. Die Partner von der Erweiterten Realschule Weiskirchen und vom Collège Louis Armand aus Metz-les-Moulin waren angereist, begleitet von 4 französischen und 7 deutschen Schülerinnen und Schülern. Der Zeitplan stimmte. Auf dem Bahnhof in Luxemburg Stadt traf man sich um gemeinsam das letzte Stück mit dem Zug bis nach Ettelbrück zurückzulegen. Die Kolleginnen und Kollegen begrüßten sich herzlich. Jungen und Mädchen gaben sich höflich die Hand. Sich behutsam näher kommen war angesagt. Auf der gemeinsamen Zugfahrt erschöpfte sich das in vorsichtigem In-Augenschein-Nehmen. In der Schule angekommen wurden die Schülerinnen und Schüler den Partnern zugeteilt und es ging gleich mit in die Familien. Für die Lehrer begann ein arbeitsreicher Abend: Kurz ins Hotel, Sachen abstellen, frisch machen, 18.00 Uhr Arbeitssitzung in der Schule, 20.00 Uhr – man bekommt ja auch Hunger zwischendurch – Fortsetzung im Restaurant, letzte Vorbereitungen für den nächsten Tag, Diskussion und Vergleich des Standes der aktuellen Projekte in den Partnerschulen, Brainstorming über Formen der Zusammenarbeit, konkrete Absprachen über gemeinsame Aktivitäten.

Donnerstagvormittag: Wichtig für die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen sind gemeinsame Aktivitäten. Zu dem Thema Griechen und Römer passend nahm man sich vor, nach einer besonderen Zeichentechnik mit Wasserfarben Mosaike herzustellen. Getestet werden sollte auch die Möglichkeit, wie man ein Gemeinschaftswerk, zusammengesetzt aus Arbeiten der 3 Partnerschulen herstellen kann. Das soll das Ziel des ersten Projektjahres sein, um deutlich die Zusammenarbeit zum Ausdruck bringen zu können. Die Luxemburger Kolleginnen und Kollegen hatten alles Nötige vorbereitet. Als besonderer Gast und künstlerische Unterstützung konnte die junge Luxemburgerin Liz May begrüßt werden. Sie kann nicht nur gut malen, sondern auch schnell laufen, schwimmen und Rad fahren. Erst am Tag zuvor kehrte sie mit zwei Medaillen vom Triathlon-Weltcup aus Cancun in Mexico zurück: Junioren-Weltcup-Siegerin im Aquathlon und Bronze-Medaille als drittschnellste Juniorin im Triathlon. Das Strahlen in ihrem Gesicht war immer noch deutlich zu erkennen. Wo waren denn die jungen Deutschen und Franzosen? Man musste schon genau hinschauen, um sie unter den gleichaltrigen luxemburgischen Kindern zu entdecken. So gut hatten sie sich eingewöhnt und es schien ihnen sichtlich großen Spaß zu machen. Der Morgen war schnell vorbei. Zum Mittagessen ging es zurück in die Familien. Die Lehrer trafen sich zu einem gemeinsamen Arbeitsessen. Die Möglichkeit, letzte Absprachen zu treffen, wurde reichlich genutzt. Die Stimmung war hervorragend und es bestätigte sich wieder eindruckvoll: Für das Gelingen des Projektes ist der persönliche Kontakt entscheidend, er sichert und erhält die Motivation, die für diese internationale Zusammenarbeit erforderlich ist. Gut gelaunt ging es wieder mit dem Zug zurück, gemeinsam mit den Franzosen zunächst bis nach Luxemburg Stadt. Waren das die selben Kinder wie am Tag zuvor? Die Scheu voreinander hatten sie abgelegt. Die Fahrt wurde genutzt, um sich intensiv miteinander zu unterhalten. Die Lehrer standen als lebendiges Wörterbuch gerne zur Verfügung. Auf der Heimfahrt über Trier kamen schon die ersten SMS aus Luxemburg an. So eine internationale Begegnung ist eine richtig spannende Sache. Für die Kinder waren es zwei aufregende Tage und es gab am nächsten Tag in der Schule viel zu erzählen.