Comenius-Treffen in Weiskirchen

 

Die Erweiterte Realschule Weiskirchen darf sich jetzt auch offiziell als Comenius-Schule zu erkennen geben. Gemeinsam mit den Partnern aus Luxemburg und Frankreich wurde das Schild der Europäischen Union am Eingang befestigt.

v.l.n.r.: Nathalie Michels, Christiane Arnould, Anne Zapp, Pitt Delles, Andrea Biesel, Eugenie Graff, Yves Desbordes und Schulleiter Günter Peifer

 

Comenius-Schulprojekte sollen die transnationale Zusammenarbeit zwischen Schulen fördern. Schüler und Lehrer aus mindestens drei teilnehmenden Ländern erhalten die Möglichkeit, zusammen an einem oder mehreren Themen von gemeinsamem Interesse zu arbeiten. Dabei können sie Erfahrungen austauschen, unterschiedliche Aspekte der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vielfalt in Europa beleuchten, ihr Allgemeinwissen erweitern sowie ihre jeweiligen Standpunkte verstehen und schätzen lernen. Seit 1995 bietet die Europäische Union finanzielle Unterstützung im Rahmen des Aktionsprogramms „Sokrates“ für den Bildungsbereich. An dem Sokrates Teilprogramm „Comenius 1 – Schulpartnerschaften“ haben sich europaweit bisher über 12 000 Schulen beteiligt. Comenius-Schulprojekte sollen in die regulären Aktivitäten der Schule eingebunden und in den Lehrplan integriert werden. Im Zentrum der Comenius-Schulprojekte steht der Kooperationsprozess selbst, d. h. die Durchführung eines Projekts in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern aus anderen europäischen Staaten. Das Ziel ist, die Qualität des Unterrichts zu verbessern, dessen europäische Dimension zu verstärken und den Sprachenerwerb sowie die Mobilität zu fördern.

Die Erweiterte Realschule Weiskirchen kooperiert im laufenden Schuljahr mit Partnern aus Frankreich und Luxemburg. Dabei kommt der ERS Weiskirchen die Aufgabe der koordinierende Schule zu. Das Startzeichen für die über 3 Jahre geplante Zusammenarbeit wurde deshalb auch in Weiskirchen gegeben. Das Projektthema lautet „Einfluss der Griechen und Römer auf das Europa von heute“. Mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen des Collège Louis Armand aus Metz-les-Moulin und der École Primaire Erpeldange wurde der Zeitplan für das laufende Schuljahr festgelegt. Das nächste Treffen findet im November in Luxemburg statt. Als besondere Attraktion werden sich Schülerinnen und Schüler aus den drei Ländern gemeinsam mit einer jungen luxemburgischen Künstlerin kreativ mit dem Projektthema „Griechen und Römer“ auseinandersetzen.

Wunschpartner für dieses Comenius-Projekt war auch eine Schule aus Griechenland, die aber leider von ihrer nationalen Agentur keine Genehmigung erteilt bekam. Schon alleine wegen der Thematik wird man aber mit der Schule zusammenarbeiten, auch in der Hoffnung, sie im zweiten Jahr offiziell als Comenius-Partner einbinden zu können. Telefonisch, per Fax und per Internet steht der Kontakt. Themenabsprachen können also vorgenommen und Ergebnisse ausgetauscht werden. Persönlich begegnen kann man sich im Augenblick jedoch leider noch nicht.